VerdauReise - Teil 12 - Gallenblase raus – Problem gelöst? Nicht immer…
- Anamaria
- 25. Mai
- 1 Min. Lesezeit
Gallenblase entfernt – und trotzdem Bauchprobleme? Viele denken, danach fehlt einfach nur ein Speicher für die Galle. Tatsächlich kann aber noch etwas ganz anderes passieren. 🤔
Die Leber macht einfach weiter
Die Leber produziert auch nach der OP weiter Gallensäuren – nur eben ohne Speicher. Statt gesammelt zu werden, fließen sie jetzt kontinuierlich direkt in den Dünndarm.
Wenn das Recycling nicht klappt
Normalerweise werden rund 95 % der Gallensäuren am Ende des Dünndarms wieder aufgenommen und über den enterohepatischen Kreislauf zurück zur Leber transportiert. Funktioniert dieses Recycling bei manchen Menschen nicht mehr vollständig, gelangen überschüssige Gallensäuren in den Dickdarm – wo sie eigentlich nicht hingehören.
Die Folge: Wasser wird in den Darm gezogen, die Darmbewegung beschleunigt sich, die Darmschleimhaut wird gereizt und das Mikrobiom kann sich verändern. Das kann zu Durchfall und einem dauerhaft gereizten Darm führen – man spricht dann vom Gallensäurenverlustsyndrom (GSVS).
Erhöhte Gallensäuren können in einer Stuhluntersuchung bestimmt werden. Je nach Ursache können lösliche Ballaststoffe wie Flohsamenschalen oder Haferflocken unterstützend helfen, Gallensäuren zu binden – bei Flohsamenschalen langsam anfangen, viel trinken und jeweils zwei Stunden Abstand zu Medikamenten oder Nahrungsergänzungsmitteln einhalten. Reicht das nicht aus, kann der Arzt auch spezielle Gallensäurebinder verordnen.
Bist Du davon betroffen oder kennst Du jemanden mit Verdauungsproblemen nach einer Gallenblasen-OP? Dann schick diesen Beitrag gerne weiter.
Möchtest Du Deine Verdauung ganzheitlich angehen? Melde Dich gerne bei mir:
Gallenblase raus? Und trotzdem Beschwerden? Könnte das Gallensäurenverlustsyndrom sein!


Kommentare